Die Vereinschronik des HKC

Es war am 8. März 1981, dem internationalen Frauentag, der auf einen Sonntag fiel. Zur offiziellen Feierstunde im Burgsaal hatten sich der neue amtierende Burgchef Siegfried Treff mit dem Ortschronisten Kurt Protze darüber verständigt, wie man den Burgfasching der 60iger Jahre in diesem Kulturbrachland wiederbeleben könnte.
Daraufhin sprach Kurt Protze einige Herren an, denen er zumindest etwas Humor zutraute. Am darauf folgenden Freitag, es war der 13. März, trafen sich alle in Meschke's Gasthaus, dessen Wirt der beteiligte Guntram Berger war. Bei dieser konstituierenden Versammlung wurden „Luftschlösser“ gebaut und unzählige Witze erzählt.
Die Gründungsversammlung war am 27. März im Burgkeller. Dieser Tag gilt auch als Gründungstag des HKC. Diese 15 Einwohner der Stadt Hohnstein nannten sich fortan Gründungsmitglieder.

Die Gründer des HKC

dazu gehörten:
Kurt Protze ( 2000)
Siegfried Treff
Frank Kannegießer
Günter Petters
Rüdiger Klahre
Karl Pavlicek
Andreas Beuchel († 1995)
Eugen Radtke
Siegfried Richter
Christian Fischer
Gunter Mandel
Guntram Berger
Manfred Schaffrath
Jürgen Scholz († 2015)
Mario Hohmann

1. Präsident: Kurt Protze 1981
2. Präsident: Frank Kannegießer 1982 – 1985
3. Präsident: Christian Fischer 1986 – 2002
4. Präsident: Gunter Mandel 2003 – 2015
5. Präsident: Ingo Karsch seit 2015
Prinzessin Annegret

Der HKC e.V. hatte noch nie ein Prinzenpaar, dafür jedoch von 1983 bis 1987 eine Prinzessin, Annegret Protze. Die Schwiegertochter von Kurt Protze ist noch heute für den Kartenvorverkauf verantwortlich.
Da mehrere weibliche Mitglieder das Vereinsklima beleben, wurde bald eine Funkengarde gegründet, wobei meist 6 Damen sich „Funke“ nennen dürfen.

zur 1.Funkengarde gehörten:
Ramona Willkommen
Gunda Ritter
Elke Geißler
Gundula Hohmann
Nora Peböck
Karin Petters

Faschingsumzug

Faschingsumzüge gab es zum 5-, 10- und 15- jährigem Jubiläum. Auf Grund des mangelnden Interesse der Hohnsteiner und der umliegenden Gemeinden stellten wir die Umzüge ein.

Der Ausmarsch durchs Burgtor eine lange Tradition

Der Ausmarsch durchs Burgtor am 11.11. 11:11 Uhr ist traditionell die Eröffnung jeder Saison. Dabei wird das Thema der neuen Saison bekannt gegeben. Nach dem Empfang im Rathaus geht es mit oder ohne Bürgermeister zum Mittagessen zur „Aussicht“.
Vor der Wende wurde im „Haus Sachsen“ gespeist. Meistens gab es Steak mit Kürbiskompott. Im Anschluss daran öfters ein Halmaturnier mit den Hausgästen.

Faschingsumzug Was sonst noch so passierte

Es war am 11.11.1982, also erst das zweite Mal, dass wir diesen Tag feiern wollten.
Doch früh morgens ertönte festliche Trauermusik auf Radio DDR. Was war passiert?
Genosse Leonid Breshnew hatte am Vorabend die Löffel beiseite gelegt. Naja, wir gingen trotzdem unseren Weg durch das Burgtor hinauf. Leider mussten wir dort erfahren, dass unsere Feierlichkeiten „mit dem traurigen Anlass des Tages nicht vereinbar“ wären. Also gingen wir alle getrennte Wege, bis in „Meschke's Gasthaus“ und feierten dort eine Mords-Fete.
2 Jahre später erwartete uns vor dem Rathaus kein Bürgermeister, sondern der Inhalt eines Wassereimers aus dem 1. Stock. Mit viel Glück für uns wurde das Ziel aber verfehlt, der Absender ist bis heute unbekannt.

Während eine große Anzahl Bürgermeister in unserer 30jährigen Vergangenheit amtsmüde wurde, wechselten wir auch öfters mal den Versammlungsraum.
Angefangen hat alles in „Meschke's Gasthaus“ bei unserem Gründungsmitglied Guntram Berger. Als dieser dort auszog, war unsere nächste Station im Aufenthaltsraum der Bäckerei Wagner in der Spiegelkurve. Unser Karnevalfreund Bernd Wagner hatte nicht gedacht, dass Familienanschluss so weit führen kann.
Dem Angebot unseres Gründungsmitgliedes Manfred Schaffrath, die Versammlungen in Zukunft in seiner Kellerbar durchzuführen, konnten wir nicht widerstehen.
Zu dieser Zeit wurden Versammlungen noch ohne Funken gemacht, das gemeinsame Pinkeln an der Brandstraße hat uns nicht nur Freunde gemacht. Danach zog es uns auf den Markt in die heutige Sparkasse. Unser Karnevalsfreund Dietmar Kehling war lange Zeit unser Gastgeber in seinem Clubraum. Letztendlich sind uns dort die Geldautomaten zu sehr auf die Pelle gerückt, sodass wir die großartige Chance nutzten in der „Badgaststätte“ einzuziehen.
„Weit war der Weg nach Rom!“

Die kurioseste Probe

Weil die ernsthaftesten Proben immer in der Woche stattfinden, verabredeten sich einige Elferräte eines Abends auf dem Brand um das Stück „Die Marines“ so richtig krachen zu lassen. Es wurde daraus ein echter Klassiker, der in der beschaulichen Sächsischen Schweiz doch für Furore sorgte.
Auf die Hauptfrage: Wie muss ein Marin denn sein, wurden bei dem 5. Einmarsch plötzlich bis dahin verborgene Hausgäste immer misstrauischer und hatten unbeauftragt plötzlich die Absicht mitspielen zu wollen. Auf Betreiben von Gastwirt und Hauptdarsteller Guntram Berger wurde mit knapper Not eine Keilerei zwischen „Künstlern“ und Hausgästen verhindert und Letzere waren dann auch unser erstes Publikum bei diesem Stück – wir sollten's eigentlich mal wieder spielen.